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Internet-Marketing Schwarz auf Weiss ...

was google sagt aber in wahrheit meint

Artikel über wahrheit, archiv und google

last modified: 30.04.2017

Was Google sagt aber in Wahrheit meint

Verfasst: 2007-06-23 04:17:32 Uhr - von Dan Larkin
Tags: wahrheit, archiv, google



Es ist wohl eine der natürlichsten Eigenschaften der Menschen etwas anderes zu sagen, als das was man wirklich denkt oder meint.

Manchmal um seinen Gesprächspartner nicht zu kränken, um Konfliktsituationen aus dem Wege zu gehen oder einfach nur um seine Ruhe zu haben. Einige nennen das den Selbsterhaltungstrieb andere bezeichnen es schlichtweg als Lügen. Wie dem auch sei, diese Verschleierung der Wahrheit begegnet uns jeden Tag, ob in den Medien, unter Freunden oder in der eigenen Familie, sie ist überall und ein fester Bestandteil der Kommunikation.

In den meisten Fällen wissen und akzeptieren wir das, ob uns nun die Werbung mal wieder "einen Bären aufbinden will" oder auch einfach nur ein guter Freund der unsere Frage nach seinem Befinden mit dem allseits beliebten "Prima alles bestens" beantwortet, obwohl er wieder Probleme bis über beide Ohren hat. Es ist auch nichts Verwerfliches dabei, denn diese "Kavalierslügen" sind unser Alltag und so lange uns diese nicht persönlich schaden oder uns in irgendeiner Form beleidigen, stört es uns nicht, wir leben damit, es ist eben normal.

Wer wirklich erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung betreiben will muss sich dem bewusst werden und lernen zu verstehen wie Suchmaschinen "ticken". Man muss sich vor Augen führen, das hinter der Technologie dieser "Maschinen" Menschen stehen, die diese prägen. Das geht soweit das wir es mit einem Wesen zu tun haben, das multiple menschliche Züge in sich vereint. Selbstverständlich darf auch der Faktor Marketingstrategie dabei nicht ausser acht gelassen werden.

Doch der wichtigste Punkt ist der "Selbsterhaltungstrieb" dieses Wesens.

Nehmen wir das derzeit unangefochtene Wesen Nummer eins: Google. Es ist schon interessant wieviele Suchmaschinenoptimierer oder auch SEOs alles was von Google kommt aufsaugen wie ein Schwamm(kopf) und diese Informationen für bares Münze halten. Dabei wird häufig übersehen, das dieses Wesen ebenfalls einen äusserst ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb besitzt. Die Strategie die Google dabei verfolgt ist einerseits sehr effektiv und andereseits besonders gerissen. Zu diesen Verschleierungstaktiken zählen unter anderem ...

Der PageRank und die Google-Toolbar
Wieviele SEOs, bewaffnet mit ihrer Google-Toolbar, durchforsten das Internet ständig auf der Jagd nach einem Backlink ohne sich dabei bewusst zu werden, das der angezeigte Pagerank nur ein Abbild des Status darstellt, der vor Monaten mal aktuell war? Wer glaubt das der angezeigte Pagerank aktuell ist, lebt definitiv einige Monate in der Vergangenheit und sollte sich nicht wundern, wenn seine "geniale" Strategie nicht funktioniert.

Die Google Qualitätsrichtlinien
Wenn in den Qualitätsrichtlinien etwas steht wie z.B. "man sollte dies und jenes wenn möglich vermeiden" ist das meistens nur eine höfliche Form von "mach das und du fliegst aus dem Index!", viele Dinge werden einfach "durch die Blume" erzählt und haben in Wirklichkeit fatale Folgen, wie im wirklichen Leben auch.

Google kann es sich erlauben Seiten einfach aus dem Index zu schmeissen, da sie nun wirklich mehr als genug Alternativen in der Schublade bzw. auf ihren Servern haben. Es ist schliesslich ein Business - Alles rein geschäftlich, nichts persönliches.

Unterschiedliche Datacenter
Bekanntermaßen betreibt die Firma Google eine stattliche Anzahl von Datacentern, die alle den gesamten Index beinhalten, fallen ein paar von ihnen aus, wird man davon nichts merken, weil die Suchanfragen automatisch auf die anderen, noch funktionierenden, umgeleitet werden. Jedoch passiert diese Umschaltung nicht nur bei Notfällen, sobald eine bestimmte Anzahl von Suchanfragen erreicht wird, werden alle folgenden Anfragen auf die anderen Server umgeleitet und das passiert täglich.

Es kann sein das man nach etwas sucht und schon bei der nächsten Suchanfrage ist man schon auf einem anderen Server ohne es zu merken. Da nicht bei allen Datacentern die zur Verfügung stehenden Informationen gleich sind, wie z.B. die Anzahl von Backlinks einer Internetseite, schwanken die Ergebnisse dementsprechend und somit ist eine Internetpräsenz auf dem einen Server Top und auf dem anderen ein Flop. Wer nun denkt er könne an Hand der ihm präsentierten Informationen Rückschlüsse ziehen oder sogar eine erfolgreiche SEO-Strategie entwicklen, der ist schlichtweg falsch "gewickelt".

Die angezeigten Backlinks einer Internetpräsenz
Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, das Google absichtlich keine echten und brauchbaren Daten über die Backlinks einer Internetseite ausspuckt, es wird immer nur ein kleiner Teil angezeigt. Vor Monaten war es noch so das Backlinks von Seiten mit einem Pagerank von 4 und aufwärts angezeigt wurden, natürlich auch nicht alle, doch das ist mittlerweile auch Geschichte, nun ist es so, daß wahrlos irgendwelche Backlinks präsentiert werden, um zu gewährleisten, das kein SEO irgendetwas mit den Informationen anfangen kann. Verschleierungstaktik vom feinsten, Insider sind sich schon längst darüber einig, das die Funktion (link:) der Backlinkanzeige nur noch existiert um SEOs in die Irre zu führen.

Der Algorithmus - Der unkalkulierbare Filter
Der Google-Algorithmus ist in Wahrheit eine Summe von unterschiedlichen Filtern, es gibt einige Hauptfilter und einige Nebenfilter. Der Algorithmus an sich existiert überhaupt nicht, denn es ist nicht eine geheime Formel die irgendwo in irgendeinem Save steckt, sondern er ist die Summe aller angewendeten Filter.

Google brücksichtigt und verarbeitet je Internetseite mehr als 200 verschiedene Arten von Informationen (sie nennen es "signals"), die bei der Berechnung der Platzierung mit einfliessen (der PageRank ist nur eine davon). Zu diesen zählen u.a. Wörter, Links, Bilder, Aktualität, etc.

Dadurch das ständig neue Filter hinzukommen, andere wieder abgeschafft werden und an einigen dauernd gearbeitet wird, ist es fast unmöglich auch nur halbwegs vorauszusagen welche Ergebnisse am Ende herauskommen. An diesen Filtern wird täglich gearbeitet (ca. ein halbes Dutzend Filter werden jede Woche hinzugefügt oder verändert, die einen direkten Einfluss auf das Ranking haben), nicht umsonst hat das Unternehmen Google hunderte von Angestellte, die alle an irgendeinem Filter "schrauben". Dinge die so gut wie klar sind, können schon in der nächsten Minute völlig bedeutungslos sein.

Vor einiger Zeit konnte man sich noch darauf verlassen, das die Suchergebnisse größtenteils beständig bleiben bis zum nächsten UpDate und mit diesem Wissen seine SEO-Strategien entwickeln, das ist ebenfalls Geschichte, Google hat mittlerweile ein tägliches UpDate. Mal merkt man davon mehr, mal weniger.

Interessant ist auch die Tatsache, das es eine Vielzahl von Filtern gibt, die sich erst unter bestimmten Voraussetzungen einschalten und dann noch ein Heer an weiteren Filtern mit sich bringen. Somit gibt es Suchergebnisse die auf völlig unterschiedliche Filter basieren. Da wundern sich SEOs das die ersten 4 Ergebnisse noch irgendwie "ins Schema" passen und Platz 5 und 6 aber überhaupt nicht mehr und versuchen krampfhaft nach einer Konstanten zu suchen, die dieses Phänomen erklärt. Doch diese Konstante existiert nicht, es werden tatsächlich Ergebnisse präsentiert die praktisch von unterschiedlichen Filtern ermittelt wurden. Das einzig wirklich Verlässliche dabei ist die Unbeständigkeit.

In Zukunft wird es noch "menschlicher", noch chaotischer?
Google arbeitet bereits seit Jahren an völlig neuen Methoden die Suchergebnisse relevanter und besser zu gestalten. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die künstliche Intelligenz. Diese Technik findet gerade jetzt ihren Einzug und wird ständig verfeinert. Es geht längst nicht mehr darum zu einem Begriff eine passende Internetseite vorzuschlagen, die Suchmaschine beginnt aktiv zu lernen.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen schonmal passiert, das er Ergebnisse bekommen hat und nicht wusste wieso ausgerechnet diese nun zu dem Suchbegriff aufgeführt wurden, da sie augenscheinlich nichts damit zu tun hatten.
Einige SEOs haben diese Phänomen einfach damit abgehakt, das es sich nur um Google-Bomben handeln kann, da das Ergebnis nicht direkt mit dem Suchbegriff zu tun hat und in einigen Fällen der Suchbegriff nicht einmal auf der betreffenden Seite auftaucht. Doch was sie dabei vergessen ist die Macht der Assoziation.

Google hat in seinen Datenbanken nicht nur alle Wörter und Begriffe einer Internetseite gespeichert, sondern sammelt auch eine Vielzahl an Daten über Userverhalten, wenn z.B. eine Seite zu einem bestimmten Begriff von den Usern überwiegend aufgerufen und genutzt wird, obwohl diese gem. Filter "nur" auf der zweiten Seite zu finden ist, wird es nicht lange dauern, bis diese Seite wie von Geisterhand in die Top-5 vorrückt.

Es gab vor nicht all zu langer Zeit einen Blogger, der sich mit einem Unternehmen angelegt hat, das sich mit sehr unrühmlichen Aktionen einen zweifelhaften Namen gemacht hat. Dieser "Kampf" wurde in vielen Artikeln als auch in den Medien erwähnt und dabei tauchten immer die zwei Namen auf, der des Unternehmens und der Name der Seite des Bloggers. Nach kurzer Zeit wurde die Seite des Bloggers auf Platz 1 in den Suchergebnissen aufgeführt, wenn man den Namen des Unternehmens als Suchbegriff verwendet hat. Dieser hatte nun zwar nichts mit der Firma direkt zu tun aber dank diesem kleinen "Kampfes" wurde der Blog von "David" mit der Firma "Goliath" assoziiert.

Das ist nur ein Vorgeschmack dessen was uns in Zukunft erwartet. Schon der Vizepräsident der Entwicklungsabteilung bei Google, Udi Manber, hat vor kurzem ein paar Beispiele aufgeführt wie die "lernende" Suchmaschine in Zukunft mit Suchanfragen umgehen wird.

Zum Beispiel bringt die Suche nach: "Software XYZ Version 5.3 Problem beim Datenversand" in Zukunft automatisch Ergebnisse zu "Richtige Konfiguration der Software XYZ Version 5.3" oder die Suche nach "Ansichten von Casinos in Las Vegas" liefert Ergebnisse zu "Las Vegas Casino Bilder".

Man versucht die Gratwanderung zu meistern zwischen dem was der User in die Suchmaschine eingibt und was er in Wirklichkeit sucht oder will. Ziel ist es den Benutzer mit den Ergebnissen glücklich zu machen, wie passend dazu doch der zweite Button auf der englischen google.com Seite ist "I´m Feeling Lucky".

Wenn man nun alles zusammenfasst, haben wir es mit ständig wechslenden und temporären Filtern auf unterschiedlichen Datacentern zu tun die noch nicht einmal exakt die Suchbegriffe übernehmen die eingegeben werden, sondern vorzugsweise mit Assoziationen der Begriffe oder Ereignissen, die im Zusammenhang mit den Begriffen stehen und ein Unternehmen das sich als Strategie auf die Fahne geschrieben hat die SEOs zu verwirren und die User glücklich zu machen.

Auch wenn es hart klingt und einige es nicht wahr haben wollen, als Suchmaschinenoptimierer wird man NIE wissen was funktioniert und was nicht, heute hat man "zufällig" Erfolg mit einer Strategie und schon morgen sieht es wieder ganz anders aus. Natürlich wird es auch weiterhin grobe Marschrichtungen geben, die dem Zufall etwas auf die Sprünge helfen aber dadurch wird trotzdem niemand eine Top-Position auf Dauer garantieren können. Am meisten Erfolg wird man in Zukunft damit haben, wenn man wieder denkt wie ein Mensch und nicht wie eine Maschine. Die Jagd nach irgendwelchen mathematischen Algorithmen ist so sinnlos wie nur irgendetwas, vor allem wenn diese Algorithmen darauf getrimmt werden zu lernen und im Endeffekt zu "denken" wie ein Mensch.

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